Barokklänge zum 100 jährigen der St. Laurentiuskirche
Jubiläumsjahr erreicht seinen Höhepunkt
Mit dem Festgottesdienst am 18. Mai unter der Leitung von Weihbischof Dr. Bernd Uhl aus Freiburg hat das Jubiläumsjahr von St. Laurentius seinen Höhepunkt er- reicht. Fortsetzung finden die Feierlichkeiten natürlich noch in verschiedenen Veran- staltungen und schließlich an der Weinheimer Kerwe, die ja eigentlich die Kirchweih von St. Laurentius darstellt. Viele haben unermüdlich geholfen, dass das Jubiläum bis hierher ein großes Fest geworden ist. Ihnen allen sei noch einmal ein herzliches Dankeschön gesagt. Besonders erwähnt werden sollen hier aber noch einmal Dr.
Karl-Hermann Schütz, Armin Kessler, Marie Mayer und Renate Müller sowie unsere beiden Sekretärinnen Rosi Dreher und Monika Fischer zusammen mit Peter Heinz- mann und Franziska Parmer den Mesnern die oft still im Hintergrund, aber tatkräftig agierend „Lebendige Steine“ des Gelingens der Feierlichkeiten gewesen sind.
Im Namen des Seelsorgeteams Wolf-Dieter WöfflerGemendeleben StL von A-Z
Jubiläum:
Festgottesdienst mit Weihbischof Dr. Bernd Uhl zum 100-Jährigen der St.-Laurentius-Kirche / Mozarts Krönungsmesse
Kirche erwacht in den Seelen
Seit 100 Jahren ein ,,Fingerzeig des Glaubens"
Sankt -Laurentius-Gemeinde feiert diese Woche den 100. Weihe-Geburtstag ihrer Kirche - Den Auftakt machte ein „historischer Abend"
Museum:
Bis 19. Juni werden Unikate aus der 100 Jahre alten St.-Laurentius-Kirche gezeigt
Wie eine Hochzeit zu feiern ist
Jubiläum:
Reinhold Wagner stellt im Alten Rathaus seine Chronik zum 100-jährigen Weihejubiläum der St.-Laurentius-Kirche vor
Als die Neustadt eine neue Kirche erhielt
100 Jahre Laurentius-Kirche
Gottesdienst mit Weihbischof Uhl
Die St.-Laurentius-Kirche am Marktplatz in Weinheim feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Weihejubiläum. Neben einem umfangreichen Rahmenprogramm wird das mit einem feierlichen Festgottesdienst mit Weihbischof Dr. Bernd Uhl am kommenden Sonntag, 18. Mai, um 11 Uhr gefeiert. Unter Leitung von Ulrich Schwarze wird der Chor an St. Laurentius mit dem Collegium musicum Laurentii und den Solistinnen Angelika Reinhard (Sopran) und Susanne Scheffel (Alt) sowie den Solisten Martin Erhard (Tenor) und Peter Alexander Herwig (Bass) die Missa in C, Krönungsmesse, von Wolfgang Amadeus Mozart mit Pauken und Trompeten erklingen lassen.
100 Jahre St. Laurentius
Die St. Laurentius-Kirche feiert im 18. Mai 2014 ihr 100-jähriges Weihejubiläum. Dies nimmt die Pfarrgemeinde St. Laurentius zum Anlass, um bereits jetzt einen immerwährenden Jubiläums-Kalender und Sonderbriefmarken herauszugeben. „Sowohl der Kalender als auch die Marken zeigen die schönsten Seiten unserer Kirche“, sagt der Leiter der Seelsorgeeinheit Pfarrer Johannes Bold. Der Kalender (15 Euro) erscheint in einer Auflage von 250 Stück und zeigt zwölf exklusive Motive der St. Laurentius-Kirche, darunter auch das Gemälde „Jesus der Kinderfreund“, das sich über dem linken Eingangsportal der Kirche befindet und die imposante Steinmeyer-Orgel aus dem Jahr 1950. Außerdem bietet die Gemeinde Bögen mit 20 Sonderbriefmarken (15 Euro) an, die jeweils vier St. Laurentius-Motive umfassen. Für die Fotos und die graphische Gestaltung beider Jubiläumsartikel zeichnet die Weinheimer Werbeagentur Schäfer verantwortlich, die seit einigen Jahren mit hochwertigen Kunst-Kalendern auf sich aufmerksam gemacht hat. „Meine Intention beim Fotografieren ist, die dreidimensionale Geometrie in eine zweidimensionale zu komponieren: Reduzierung auf das Wesentliche, aber dennoch mit Weitblick. Deshalb auch meine Vorliebe für extrem kurze Brennweiten“, sagt Fotograf Roger Schäfer.
100 Jahre St. Laurentiuskirche - Jubiläum im Jahre 2014
Am 13. Mai 2014 werden 100 Jahre vergangen sein, seit die neue St. Laurentiuskirche von Erzbischof Dr. Thomas Nörber eingeweiht wurde.
Neben einem Festgottesdienst und mancherlei anderen Veranstaltungen planen Pfarrgemeinderat und Stiftungsrat die Herausgabe einer Chronik, in welcher die Geschichte der Kirche und der Pfarrei St. Laurentius dargestellt werden soll.Die grundlegende Arbeit in den Archiven könnte durch persönliche Erlebnisse ergänzt und erweitert werden. Deshalb wenden wir uns heute an alle, die durch ihre Erinnerungen an bestimmte Ereignisse in der Pfarrei oder durch Dokumente aus früherer Zeit (z. B. Veranstaltungsprogramme) einen Beitrag dazu leisten können.Nützlich wären Hinweise zu Einrichtungen und Veranstaltungen der Gemeinde wie z. B. auf die Tätigkeit der verschiedenen kirchlichen Vereine, auf die Tätigkeit des Vinzentiusvereins mit Krankenpflege, Kindergarten, Nähschule, sowie darüber hinaus auf alles, was Ihnen der Erinnerung wert erscheint.
Bitte melden Sie sich im Pfarrbüro (Rote Turmstr. 1) entweder telefonisch unter 06201/99160. per Fax unter 06201/991615. oder per eMail an StLaurentiusHerzJesu@se-wh.de.
Wir werden gerne Verbindung mit Ihnen aufnehmen.
WN v. 18.11.11
Bei Sturm und Regen Grundstein gelegt.
WEINHEIM. In einem festlichen Gottesdienst gedenken Weinheims Katholiken am morgigen Samstag um 19 Uhr des 100. Jahrestags der Grundsteinlegung für die heutige St.-Laurentius-Kirche am Marktplatz. Damit beginnen zugleich die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Kirchenjubiläum, das am 14. Mai 2014, dem 100. Jahrestag der Konsekration des Neubaues durch den Freiburger Erzbischof Dr. Thomas Nörber, seinen Höhepunkt erfahren wird. Als am 19. November 1911 der Cäcilienverein unter seinem Dirigenten Alphons Meißenberg mit Mozarts Ave Verum auf der Baustelle gegen Regen und Sturm ansang, hatte Weinheim 14 170 Einwohner und unter ihnen 3539 Katholiken neben 10 346 Protestanten, 188 Israeliten, vier Altkatholiken und 93 Bürger anderen Bekenntnisses.
Demütiges Gefühl
In der Festpredigt formulierte Kaplaneiverweser Ernst Irion (Waldshut) die Stimmungslage der Weinheimer Katholiken: das Gefühl der Demut, mit dem man von einem ehrwürdigen Gotteshaus Abschied nimmt, und das Gefühl der Freude, dass sich am gleichen Platz, an dem die alte Kirche seit über sechs Jahrhunderten stand, bald ein stolzer Neubau erheben würde.
Schon seit 1850 kündigte ihn der von Heinrich Hübsch, dem aus Weinheim stammenden, großen badischen Baumeister errichtete Glockenturm an. Aber immer wieder hatten kriegerische und innenpolitische Ereignisse den Kirchenneubau verzögert, ehe 1910 die Entscheidung für den Abbruch der alten, nach Osten ausgerichteten Klosterkirche und den Neubau der um 180 Grad gedrehten neuen St.Laurentius-Kirche gefallen war. Die vom Dekan des Landkapitels Weinheim, Pfarrer Gustav Becker, verlesene und dem Grundstein beigefügte Urkunde ist ein stadt- und zeitgeschichtliches Dokument. Vorstand des Großherzoglichen Bezirksamtes Weinheim war 1911 Geheimer Regierungsrat Karl Steiner, Weinheimer Bürgermeister Heinrich Ehret. Pfarrer der einzigen katholischen Gemeinde war Dekan Gustav Becker, Vikar Johann Hoffmann.
In der Ulner’schen Kapelle wirkte als Benefiziat Ferdinand Joseph Lehmann. Mitglieder des Stiftungsrates waren Männer, die auch in der Kommunalpolitik wichtige Aufgaben erfüllten: Tünchermeister Franz Bleienstein, Schreinermeister Adam Lutz, Schneidermeister Michael Ebert, Kunst- und Handelsgärtner Valentin Schropp und Kaufmann Emil Willenbücher.
280 000 Goldmark Baukosten
Die Mittel zur Erbauung der neuen Kirche und zum Umbau des alten Klosterflügels in das künftige und heutige Pfarrhaus übernahm die Schaffnerei Heidelberg als Rechtsnachfolger des ehemaligen Karmeliterklosters. Die Bausumme war mit 280 000 Goldmark kalkuliert, für den Pfarrhausumbau waren 36 000 Mark vorgesehen. Die neue Kirche, zu deren Chorerweiterung der Nachbar, Sigmund Graf von Berckheim, 12 Quadratmeter
aus seinem Schlossgarten stiftete, entstand nach den Plänen des Erzbischöflichen Bauamtes Heidelberg.
An den Rohbau- und Innenarbeiten wurden die Weinheimer Firmen Adam Charbon, Wilhelm Krämer, Anton Fischer, Johann Kern, Heinrich Grimm, Michael Schäfer, Hermann Franzmann und Peter Klein
beteiligt. Der Urkunde wurden die Tagesausgaben des „Weinheimer Anzeigers“, der „Weinheimer Zeitung“, des „Pfälzer Boten“ aus Heidelberg, des „Badischen Beobachters“ aus Karlsruhe und des „Neuen Mannheimer Volksblattes“ beigefügt, außerdem aktuelle Münzen, Wein und Ähren aus dem Jahre 1911 und eine Fotografie der alten Karmeliterkirche.
Während der Bauzeit fanden die katholischen Gottesdienste übrigens in der Ulnerkapelle und in der 1910 erbauten und dem Heiligen Herzen Jesu geweihten „Notkirche“ statt, der heutigen Herz-Jesu-Kirche in der Nachbarschaft der Stadthalle.
-ell
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