Dankbrief von Padre Bardales aus Peru

08.07.2018 | Nach seinem Besuch in der SE Weinheim-Hirschberg meldet sich Padre Bardels

 
Nachdem uns Padre Bardales im Mai besucht hat und u.a. die Partnerschaft von St. Jakobus mit seiner Gemeinde St Jacinto in Chala, Peru, an Christi Himmelfahrt offiziell eröffnet hat, hat er eine Dankbrief geschrieben und Fotos geschickt. Den Brief und ein paar Fotos möchten wir hier veröffentlichen.
Der Brief im Original und übersetzt findet sich auf der Seite des Perukreis St. Jakobus zum Downlaod (pdf) mit ein paar mehr Bildern. Und hier unter "mehr" direkt abgedruckt.

Grüße aus Peru an die Partnerschaft Peru-Freiburg und St. Jakobus  (12. Juni 2018)

Liebe Brüder und Schwestern in unserem Herrn Jesus, die Jungfrau Maria (Gottergebenheit in Chala) und in den Heiligen unserer Kirchen St Jakobus und San Jacinto.

Es freut mich, euch zu schreiben, um in Worten meine Dankbarkeit zu zeigen. Vielen Dank an alle,  die meine Reise ermöglicht haben. Euch kennenzulernen, mit euch das Leben in den Gemeinden zu teilen und die Arbeit mit den Jugendlichen und den Erwachsene zu sehen war eine wunderbare Erfahrung. Eure Arbeit zeigt uns die Solidarität und den brüderlichen Geist, um das Leben von vielen, die leiden, zu verbessern. Wir zusammen werden es schaffen zu helfen in einer Welt, die sich heute daran gewöhnt hat, gleichgültig zu sein.

Seit ich deutschen Boden berührt habe, habe ich die Liebe gespürt: am Anfang von den großartigen Pfarrern, die mich in ihrer Gemeinde empfangen haben und mit mir ihr religiöses Leben teilten; wo die fehlende Sprachkenntnis kein Hindernis war, um die deutliche Sprache der Freundschaft und die ehrliche Sorge um mein Wohlergehen zu verstehen. Danke an die Pfarrer Gerhard Schrimpf, Stephan Seiler und Josef Kast - ich hoffe ich vergesse keinen.

Durch Michael und seine Frau, Konrad und seine Frau, Roswitha, Halina, Ute und sicher vielen anderen mehr – wie durch Herrn Juan – war es mir möglich, den Vorsatz zu erkennen, warum eine neue Partnerschaft gegründet wird. Eine Botschaft von brüderlicher Liebe und der Bereitschaft von Menschen, die bereit sind ehrlich zu helfen. Vielen Dank für alles, was ihr mit mir getan habt, für eure Geduld, für eure Zeit, eine Zeit, die ihr bestimmt nicht gehabt habt, aber die ihr mir trotzdem sehr gern gegeben habt, so als ob ihr diese Zeit übrig hättet. Vielen Dank Brüder und Schwestern der Partnerschaft St. Jakobus.

Ich habe Lena und die Jugendgruppe mit ihrer Begeisterung und Lust, sich in den Dienst der anderen zu stellen, kennengelernt. Diese Gruppe möchte unsere Erfahrung im Zeltlager weitergeben, was bedeutet, Brüder und Schwestern in einem anderen Land zu haben, wirkliche Geschwister, die gemeinsame Hoffnungen und Wünsche teilen, um eine bessere Welt für die kommenden Generationen aufzubauen, auf Gottes Schöpfung aufzupassen, ohne Verschmutzung zu leben und auf das gemeinsame Haus zu achten.

Gesegnet sind die Jugendlichen und selig ihre Lust auf brüderliche und friedliche Zeichen. Selig auch ihr Glaube, der solche Vorhaben ermöglicht, um Gottes Willen zu erfüllen: Nächstenliebe die nicht auf dem Papier bleibt, sondern die Wirklichkeit wird.

In diesen wunderbaren Tagen mit den besonderen Ereignissen für die deutsche Kirche, konnte ich auch den Reichtum der kirchlichen Geschichte mit ihren vielen sakralen Gebäuden und die Geschichte der weltlichen Herrscher kennenlernen. Geschichte, die immer Gottes Präsenz zeigt in Kathedralen, großen Kirchen und in der Kunst. Werke, die trotz der Zeit stark bleiben und die Identität prägen. Jeder der kommt wird beeindruckt und erkennt, dass Gott die Herzen der Menschen berührt, um solche Werke zu schaffen. So bewegt Er auch uns, Gutes zu tun an dem, der neben uns steht.

Ich möchte auch Maria aus Münster erwähnen. Sie hat uns bei sich zu Hause mit viel Liebe empfangen. Ich fühlte mich nicht in einem Haus, sondern „daheim“. Ihr persönliches Engagement ist ein Zeichen, in dem man Gottes Liebe sehen kann.

Vielen Dank Schwester Maria für deine Begleitung während des Katholikentages. Danke, dass du so eine tolle Gastgeberin warst. So viele Orte, Informationen, Gefühle…ich war überwältigt, und Halina musste viel zu viel arbeiten und übersetzen. Ich wollte alles erleben und so wertvolle Kenntnisse mit nach Peru nehmen, um sie dort weiter zu geben: Vorträge hören, Sorgen teilen oder debattieren über die Bedeutung der Religion, die Verpflichtungen der Kirche und die Laien, die mit ihren wunderbaren Möglichkeiten dazu beitragen, unseren Glauben zu verbreiten.
Danke Maria für deine Zeit und Gastfreundschaft.

Nochmals danke an alle für diese Tage, für das Miterleben und für das Symbol der Kerze. Diese Kerze von euch wurde am Sonntag angezündet und die Kinder unserer Kirche haben das Licht der Kerze in sich aufgenommen als Samen, der wie sie wachsen soll: Wachsen in der Nächstenliebe und strahlen bis zu unser Partnerschaft.

Ich entschuldige mich, dass es mit meinem Brief so lange gedauert hat. Aber es gibt so viele Verpflichtungen hier, in unserer großen Gemeinde, und wir sind nur zu zweit, ich und ein Seminarist. Wir versuchen unser Bestmögliches, um allem gerecht zu werden - trotz schwacher Gesundheit meinerseits.

Danke für das Geschenk: Rom. Orte wie das Grab Petrus oder das Grab Paulus, die Gräber der verschieden Päpste, die uns mit Hilfe des Heiligen Geistes führten, berührten mich so, dass ich ein paar Tränen vergießen musste. Ich habe für uns alle dort gebetet. Wunderbare Orte, die im Einklang mit dem Geist sind. Weihestätten, die von so vielen Menschen besucht werden, als Pilger, um die Stadt des Papstes Francisco kennenzulernen. Ich war sehr berührt, denn ich konnte direkt auf dem Petrusplatz die Ernennung des neuen Kardinals für Peru hören, des ehemaligen Bischofs von Huancayo, Pedro Barreto.

Danke für diese Tage. Ich bin gut in meiner Heimat angekommen und glücklich über alles, was ich erleben und teilen durfte.

Segen für euch alle, Gott möge euch geistige und körperliche Gesundheit schenken, und dass ER uns in unserem Vorhaben – der neuen Partnerschaft - führt.

Hochachtungsvoll

PADRE JESÚS DANIEL BARDALES SOLI